Test des ZIMO Digitalsystems (Update 10)

Inzwischen hat uns die Firma ZIMO freundlicherweise Ihr aktuelles Digital-System (MX10) zum Test auf unserer Anlage zugeschickt. Aktuell setzen wir ja die ESU ECoS Zentrale ein, kombiniert mit verschiedenen Boostern. Damit sind wir eigentlich auch sehr zufrieden, es gibt aber hin und wieder diverse Effekte, deren Ursache wir noch nicht eindeutig eingrenzen konnten. Unsere Tests mit anderen Zentralen sollen uns dabei helfen dies eindeutig analysieren zu können. Obendrein sind die Anforderungen an die DCC-Stromversorgung ziemlich heftig, was die Endstufen der Zentralen und Booster an ihre Grenzen bringt. Auch hier gilt es herauszufinden, welches System hier stabiler arbeitet und am meisten Leistung zur Verfügung stellen kann.

Nicht weniger wichtig ist, wie gut sich die Zentrale über die Regler für das manuelle Fahren bedienen lässt, möglichst Drahtlos. Und zu guter letzt muss das jeweilige System auch problemlos mit der von uns eingesetzten Steuerungs-Software iTrain zusammen arbeiten.

Ab jetzt werden wir hier in diesem Beitrag laufen über den Fortgang unseres „ZIMO-Test“ berichten, stay tuned …

Natürlich werden wir nach Abschluss unserer kleinen Testreihe ausführlich im Vergleich zu Massoth und ESU und unserer finalen Entscheidung berichten …

Übrigens digitalisieren wir unsere Loks schon seit langer Zeit mit den entsprechenden Lok-Decodern von ZIMO. Auch hier sind natürlich im Zusammenwirken mit ZIMO’s eigener Zentrale noch mehr Synergieeffekte zu erwarten. Einen aktuellen Bericht zum Umbau einer Lok finden Sie auch hier.

1. Update (5. Oktober 2017)

Inzwischen haben wir mit der Einarbeitung ins ZIMO-System begonnen, es gibt bei der Zentrale (MX10) und beim (Funk)Handregler (MX32FU) jede Menge zu konfigurieren und individuell anzupassen. Natürlich testen wir erst einmal alles Wesentliche auf dem Prüfstand aus um herauszufinden, was genau für uns wichtig ist, wie es funktioniert und wie es sich für unseren Betrieb am optimalsten konfigurieren läst.

2. Update über die Integration auf unserer Anlage (12. Oktober 2017)

Nachdem wir uns gründlich in die Bedienungs-Phylosophie der ZIMO Steuerung eingearbeitet haben, konnten wir nun mit der Integration in unsere bestehende Anlage beginnen. Im ersten Schritt wollen wir die ZIMO „nur“ für das Fahren der Lokomotiven verwenden, d.h. das Schalten der Weichen und Signale und vor allem das Auslesen der Belegtmelder via LocoNet geschieht weiterhin noch über die ESU ECoS. Das entlastet die beiden Zentralen deutlich, d.h. wir haben überall bestmögliche Reaktionszeiten im System und wir schaffen damit eine Art Backup. Sollte einmal etwas ausfallen, können wir jederzeit komplett auf das jeweils andere System (zurück) umstellen. Allerdings wird das erst dann komplett möglich sein, wenn ZIMO die LocoNet Unterstützung in der MX10 programmiert hat.

iTrain (ab Version 4.0.8!) unterstützt diese Vorgehensweise perfekt und mit wenigen Mausklicks ! Im Grunde genommen war die Integration in iTrain bei der ganzen Umstellung mit Abstand das alleeeinfachste und schnellste, d.h. absolut Problemlos.

Übrigens können wir unsere ESU ECoS dann via „Sniffer-Eingang“ auch als zusätzliches Fahrpult an der MX10 betreiben, inkl. aller dort angeschlossenen Handregler. Das wird aber erst möglich sein, wenn ZIMO den Sniffer-Eingang bei der MX10 per Software-Update nachliefert, was geplant ist.

Apropos System-Updates. Das ist ja bisweilen ein kompliziertes und allgemein ungeliebtes Thema, weil es nicht immer ganz einfach ist und manchmal Probleme bereiten kann. Nicht so bei ZIMO, das Updaten der Zentrale und der Handregler ist sehr einfach, schnell und Problemlos. Ausserdem beschreibt ZIMO immer ganz klar was verbessert und erweitert wurde, bzw. was als nächstes geplant ist.

3. Update Stromversorgung (16. Oktober 2017)

Nachdem iTrain unsere Anlage jetzt auch über die ZIMO fahren kann, geht es an das Thema Stromversorgung. Die MX10 bietet ja 20 Ampere! Dabei liefert sie 12A am Gleisausgang 1 und weitere 8 Ampere am Gleisausgang 2, welcher zugleich auch das „Programmiergleis“ darstellt. Theoretisch könnte man diese beiden Ausgänge auch koppeln, das geht aber erst, wenn ZIMO hierfür eine entsprechende Software-Erweiterung für die MX10 bereit stellt. Bis dahin teilen wir die beiden Booster-Abschnitte einfach auf unsere Anlage entsprechend auf.

So lange wir immer nur 1-2  Züge fahren lassen würden, wäre das auch kein Problem. Aber alleine unser Santa Fe „Super Chief“ Streamlinerzug mit seinen 11 schweren Wagen und den 3 ALCO PA1 Loks gönnt sich locker 8 Ampere und mehr, und dabei sind noch nicht einmal die Rauchgeneratoren in Betrieb. Dank iTrain können wir auf unserer Anlage aktuell ja problemlos immer so 6+ Züge gleichzeitig (automatisch) fahren lassen. Und damit treiben wir dann selbst die ZIMO sofort über die 12A und somit in die sofortige Notabschaltung.

ZIMO plant weitere MX10 als reine Booster an der Zentrale betreiben zu können. Dazu sind aber erst noch diverse Software-Erweiterungen notwendig. Bis es also so weit ist, wollen wir unsere bereits vorhandenen Booster via „CDE“ Schnittstelle anschließen um auch weiterhin in allen Anlagen-Abschnitten jederzeit genügend Strom zur Verfügung zu haben, Wie das genau geht berichten wir in Kürze.

Was die ZIMO MX10 aber zusätzlich gegenüber allen anderen Zentralen auszeichnet, ist wie die „Strom-Steuerung“ individuell konfigurierbar ist und genau das ist u.a. bei großen Anlagen mit hohem Stromverbrauch und langen, schweren Zügen sehr von Vorteil. So kann man für jeden Gleisausgang alle Parameter ganz feinfühlig einstellen, also Spannung, max. Stromstärke, Hochfahr-Verhalten, Kurzschluss-Erkennung und -Reaktion, etc.

Auch beim „Notstop“ hat man diverse Konfigurationsmöglichkeiten. Also z.B. „nur“ das stoppen der gerade auf dem Handregler aktiven Lok, Sofortstop aller Loks am Gleisausgang 1 oder 2 oder beide oder sofortiges Abbremsen aller Loks, gemäss ihren individuell im Dekoder hinterlegten Bremskurven ! Das hat den Vorteil, dass es bei einem Problem nicht sofort auf der ganzen Anlage zu einem „radikalen“ Anhalten aller Loks kommt, den das sorgt ja in der Folge oft für diverse Komplikationen, da ja z.B. besonders lange Züge in Kurven dann entkuppeln und/oder entgleisen können.

4. Update über das Programmieren des Handreglers MX32FU (20. Oktober 2017)

Um es gleich vorweg zu nehmen, dieser Funkhandregler gehört mit zum besten, was uns bis dato unter die Lokführer-Finger gekommen ist !
Haptik, Gewicht, Bedienbarkeit, Funktionalität, Display, Funkreichweite und Stabilität, Updatebarkeit, Akkukapazität, einfach alles, ein super Produkt, da macht es richtig Spass seine Loks individuell damit auf der Anlage zu fahren.

Gerne wird ja darüber gestritten, was besser zum Fahren mit Handregler ist, Touch-Screen, Tasten, Drehknopf oder Schieber. Wir hatten hier ja schon alles in Betrieb und unser Fazit ist, per Schieber (mit dem MX32FU) funktioniert es am besten und feinfühligsten! Wer das einmal kennen gelernt hat, will anschließend nichts anderes mehr. Zumal beim MX32FU der Daumen zum Bedienen des Fahrreglers (Schieber) perfekt an der richtigen Stelle sitzt, ganz Stressfrei. Ausserdem ist auch das „Feedback“ eindeutig, den der Finger „fühlt“ an der aktuellen Schieberposition, wo wir uns in der Geschwindigkeitskurve der jeweiligen Lok gerade befinden und zusätzlich erhält man auf dem Display zusätzlich sowohl die aktuelle Stellposition als auch die DCC-Fahrstufe und den (echten RailCom) Tachowert.

Eigentlich kann iTrain ja alle unsere Loks bereits jetzt über die ZIMO fahren und einfach schnell eine beliebige DCC Adresse am Handregler eingeben und eine Lok zu fahren ist auch in 1 Sekunde erledigt. Aber der Regler bietet ja viel mehr und das bedeutet, dass man natürlich etwas Konfigurationsaufwand treiben muss um dem MX32 jede Lok ganz genau bekannt zu machen, also das Hinterlegen der Funktion-Tasten mit den jeweils passenden (farbig animierten) Symbolen und dem Einteilen eines passenden Lokbildes, entweder aus der vorhandenen Bibliothek oder eines selbst erstellten Bildes. Die Darstellung aller Betriebsabläufe am brillanten OLED Display lässt sich dann ebenfalls gemäß den eigenen Präferenzen konfigurieren.

Das MX32 unterstützt auch die Darstellung eines Tachos. Wenn der jeweilige Lokdekoder das unterstützt, so wie die neuen ZIMO Dekoder, dann kann die Lok via Railcom die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit im System zurück melden und der Handregler zeigt das dann entsprechend in Echzeit korrekt an, bisher auch einmalig, müssen wir aber noch in Ruhe testen, das kommt später …

Auch das Programmieren und Steuern von Mehrfachtraktionen beherrscht das MX32 perfekt. Vor allem auch hier im Zusammenspiel mit entsprechend konfigurierbaren Lok-Dekodern, lassen sich komplizierte Mehrfachtraktionen besser in den Griff bekommen, auch dazu in Kürze mehr.
Wichtig ist auch, dass das MX32 seine aktuelle Konfiguration mit allen Bildern und Symbolen in der Zentrale MX10 ablegt, so dass ein neues, weiteres MX32 beim Einschalten sofort darauf zugreifen kann und nicht erst aufwendig neu programmiert werden muss.

Obendrein kann man auch alle Informationen aus dem MX32 individuell per USB Stick sichern und wieder einspielen, das bietet zusätzliche Sicherheit und Komfort, wenn mal etwas neu aufgesetzt werden muss.

So lange das MX32 per Kabel am CAN-Bus der Zentrale angeschlossen ist, wir natürlich automatisch der Akku geladen. Löst man diese Kabelverbindung, geht das MX32FU, sofort in den Funkmodus. Und dieser Funkbetrieb (Digital im 2,4 GHz Band) funktioniert auf unserer großen Anlage exzellent, auch durch die Steinwände zum Schattenbahnhof hindurch. Auch da hatten wir über die Zeit it den verschiedenen Handreglern auf dem Markt diverse Probleme aller Art, denn dieses Thema ist nicht ganz trivial und die Lösungsansätze sind durchaus sehr unterschiedlich.
Die ZIMO MX10 erlaubt aber auch den Betrieb diverser anderer Handregler, wie z.B. Rock WLAN-Maus, den Massoth Navigator. u.a.  Auch das werden wir später dann noch etwas testen …

Was aber sofort schon geht und nichts kostet, ist die Roco (Z21) Mobile App. Die kann man für Android und iOS Smartphones und Tablets kostenlos herunter laden und sofort als zusätzlichen Handregler mit der MX10 Zentrale verbinden!
Das ist ein tolles Feature, hier setzen wir aber auf die mobile App von iTrain, die leistet noch wesentlich mehr. Und da sie nicht direkt auf die Zentrale zugreift sondern vielmehr über iTrain integriert ist, erlaubt das einen perfekten Betrieb der Anlage, mit vielen „kostenlosen“ Funkhandreglern, siehe auch wieder unten.

Aber wie gesagt, das ist Geschmacksache und es geht eigentlich nichts über die perfekte Haptik und Funktionalität einer MX32FU mit echten Tasten und Reglern, gegenüber einem Touch-Screen Display, welches obendrein im System immer auch eine gewisse Latenz hat, d.h. wenn man etwas drückt, dauert es u.U. etwas, bis die Aktion auf der Anlage ausgeführt wird, auch wenn s nur eine Sekunde ist.

5. Update zum Thema Mehrfachtraktionen (30. Oktober 2017)

Wenn man Mehrfachtraktionen (Consists) fahren will, so gibt es im Prinzip drei Möglichkeiten:

a) Alle Loks belegen sie selbe DCC-Adresse

Das ist im Prinzip die einfachste Variante und kann im Grunde genommen mit jeder Zentrale gefahren werden. Natürlich hat auch iTrain damit keine Probleme. Der Nachteil ist aber, dass man die Loks nicht ohne Umprogrammierung trennen und einzeln fahren kann. Außerdem wirken alle Sonderfunktionen wie Licht, Sound, Horn, etc. immer auf alle Loks gleichzeitig. Und wenn dabei das Funktionsmapping nicht gleich ist, ergeben siech evtl. unerwünschte Effekte. Außerdem müssen alle Beteiligten Loks die selben Fahreigenschaften aufweisen. Soll eine der beteiligten Loks umgedreht im Consist mit fahren, muss auch das erst entsprechend via CV29 (dauerhaft) umprogrammiert werden.

b) Die beteiligten Loks werden über CV19+20 mit der gewünschten Consist-Adresse programmiert

Auch das können dann im Prinzip alle Zentralen steuern, bedingt aber, dass die verwendeten Lok-Dekoder das auch unterstützen, was natürlich bei den ZIMO Decodern der Fall ist. auch damit hat iTrain selbstverständlich keinerlei Probleme. Diese Variante hat den Vorteil, dass man die beteiligten Loks über ihre individuelle Adresse jederzeit auch einzeln fahren kann. Außerdem kann man, zumindest bei ZIMO-Dekodern, pro Lok individuell das Zusammenspiel der Funktionen im Consist programmieren. Z.B. Licht nur bei der ersten Lok, Sound und Rauch aber bei allen, etc. Das ganze dann natürlich auch noch abhängig von der jeweiligen Fahrtrichtung. Auch die Fahreigenschaften lassen sich in gewissen Bereichen über die entsprechende CV-Programmierung aufeinander abstimmen.
Dabei kann man die Decoder so programmieren, dass man über eine der 28 Funktions-Tasten steuern kann, unter welcher der beiden Adressen die Lok jeweils ansprechbar sein soll.

Bei den aktuellen ZIMO-Dekodern (ab Firmware V37.16) ist es auch so, dass sie auf beide Adressen reagieren, also entweder die eigentlich Lok „Einzeladresse“ oder die gemeinsame „Verbundadresse“, je nachdem unter welcher der beiden Adressen nach einem Stillstand zuerst der neue Fahrbefehl gesendet wird. Eine genial einfache Lösung, denn so lässt sich sofort der Verbund (Consist) gemeinsam fahren oder jede Lok aus eben diesem Verbund einzeln, z.B. wenn der Verbund aufgetrennt wird.

c) Virtuelles (temporäres) Zusammenlegen der beteiligten Loks in der Zentrale

Hier bietet jeder Hersteller ganz unterschiedliche Vorgehensweisen an. Bei der ZMO MX10 ist das aktuell eine Funktionalität der Handregler, MX32. So lassen sich hier sehr schnell und unkompliziert beliebig viele Loks zu einem Consist zusammen legen, bzw. wieder einzeln heraus lösen. Auch das ist für iTrain völlig Problemlos, da diese Mehrfachtraktion über jede der beteiligten DCC-Adressen gesteuert werden kann. Funktion-Befehle werden dabei nur an die aktiv ausgewählte Adresse gesendet, d.h. man kann die Funktionen sehr individuell pro Lok steuern. Ebenso individuell kann man bei jeder der beteiligten Loks deren Fahrrichtung umdrehen, sollte das gewünscht sein. Das ist durchaus hilfreich, weil man dann jede Lok immer „Rückwärts“ oder „Vorwärts“ aufgleisen kann.

Mit einem der nächsten Software-Updates plant ZIMO zusätzlich auch noch das Einstellen von individuellen Geschwindigkeiten. Das ist Sinnvoll und notwendig, wenn nicht alle Lok-Motore die gleichen Laufeigenschaften aufweisen. Wir sind schon mal gespannt, wie das funktioniert.

Auch die Übernahme auf einen anderen MX32 Handregler wird vom System unterstützt. Kommen allerdings andere (Fremd) Handregler zum Einsatz funktioniert diese Vorgehensweise leider nicht, dann bleibt nur Lösung a) oder b), s.o. .

Man sieht also, ZIMO hat sich einiges gedacht und unterstützt den Anwender in der bestmögliche und unkompliziertesten weise.

6. Update zum Thema Programmieren der Lok-Dekoder (31. Oktober 2017)

Das Auslesen und Programmieren der Lok-Dekoder gehört natürlich auch bei ZIMO zum Standard, egal ob POM („Power on Main“, d.h. Programmieren der Lok direkt auf der Strecke, oder via Programmiergleis. POM-Programmierung muss natürlich vom jeweiligen Lok-Dekoder unterstützt werden, was natürlich bei allen aktuellen ZIMO -Dekodern der Fall ist. Über den Handregler MX32 ist das alles sehr einfach und wird grafisch entsprechend hilfreich auf dem OLED Display unterstützt. Da die genauen CV-Belegungen der ZIMO-Dekoder bestens bekannt sind, wird hier der Anwender natürlich noch durch entsprechende Klartext-Informationen unterstützt, das gilt natürlich auch für die durch die NRMA genormten CVs.

Über das Freeware-Tool ZCS kann man dann auch noch sehr bequem über ein grafisches Interface auf einem Windows-Rechner auf die Programmierschnittstelle der MX10 zugreifen. Dazu bedarf es aber auch noch einer kleinen Software-Anpassung, denn derzeit geht das nur über das ZIMO Programmiergerät MXULF.

Eine leidige Besonderheit stellen ja die Dekoder der US Firma Digitrax dar. diese weichen in Sachen Programmierung von der europäischen Norm ab und das bedeutet bei anderen Zentralen meistens sehr große Probleme. Nicht so bei ZIMO, die MX10 kann selbst Digitrax Dekoder eindeutig erkennen, Auslesen und Programmieren! Das hat u.a. damit zu tun, dass ZIMO den Programmierausgang als vollwertigen Gleisanschluss konzipiert hat und obendrein pro Ausgang eine sehr feinfühlige Einstellung aller relevanten Strom- und Spannungswerte erlaubt.

7. Integration zusätzlicher Booster (4. November 2017)

Seit langem hat sich im Markt u.a. die sog. „CDE“ Schnittstelle zum „einfachen“ Anschließen externer Zusatz-Booster etabliert. Damit lassen sich die angeschlossenen Booster zwar nicht direkt kontrollieren und es können auch keine Betriebsparameter ausgelesen werden. So etwas geht im allgemeinen nur mit speziellen Schnittstellen und Protokollen, so wie es u.a. auch ZIMO in einer späteren SW-Version der MX10 plant.

Da wir auf unserer Anlage einen relativ hohen Strombedarf haben war es natürlich wichtig, die bereits vorhandenen Zusatz-Booster von Massoth und Heller zusammen mit der ZIMO MX10 weiter betreiben zu können. Leider gibt es an der MX10 direkt keinen „CDE“ Anschluss. Dennoch liegen diese Signale u.a. am ZIMO CAN-Bus an und man könnte sie dort über einen entsprechenden Stecker abgreifen. ZIMO bietet aber eine noch viel weiter gehende Lösung an, die MX10AVP Erweiterungsplatine.

Diese Platine ist ein rein passives Bauelement und entsprechend preiswert, bietet dafür aber einen mehrfachen „Breakout“ aller Schnittstellen der MX10, für alle die einfach noch mehr anschließen wollen. Und u.a. findet sich dort auch eine Buche mit der „CDE“ Schnittstelle für zusätzliche Booster. Und genau daran haben wir unseren Massoth 1202B Booster (2 x 6 Ampere) und unseren Heller Booster mit 15 Ampere angeschlossen. Das funktioniert bestens und somit haben wir jetzt in Summe 47 Ampere an „Digital-Strom“ zur Verfügung, aufgeteilt in mehrere unabhängige, komplett isolierte Gleisabschnitte, die aber alle problemlos zusammen befahren werden können.
Ebenfalls Standard ist, dass die externen Booster über den „E“ Eingang eine Störung (Kurzschluss in ihrem Segment) signalisieren können. Und in der MX10 wiederum kann man dann entsprechend konfigurieren, wie die Zentrale darauf reagieren soll, z.B. ein kompletter Notstop aller Gleisausgänge und angeschlossenen Booster.

8. Einbinden weiterer (Funk) Handregler (7. Oktober 2017)

Aktuell unterstützt die ZIMO MX10 direkt auch die Roco (Z21) „WLAN-MultiMaus“  als zusätzlichen Handregler. Dieses Gerät setzt eine Integration via WLAN-Router im Netzwerk der MX10 voraus, was aber bei uns durch den Anschluss an iTrain via LAN-Schnittstelle eh gegeben ist.

Dieser Regler ist eine relativ preiswerte Alternative zu dem ZIMO MX32FU Handregler, wenn auch bei weitem nicht so elegant und funktional umfassend und kann diese mit Sicherheit nicht Ansatzweise ersetzen. Aber als Zweitgerät oder als Handregler für Gast-Fahrer absolut ausreichend. Das Gerät überzeugt durch die schnelle und unkomplizierte Integration mit der MX10, den Preis, die Haptik, die Fahrpräzision, die Funkstabilität und Reichweite und die Robustheit. Ganz im Gegensatz zum MX32 Handregler muss man hier aber jede Lok direkt in der WLAN-Maus erneut anlegen, eine automatische Übernahme bereits bekannter Loks aus der MX10 wird nicht unterstützt. Dafür muss aber nur der Zugang zum lokalen WALN (evtl. Passwortgeschützt) und das Eintragen der IP-Adresse der MX10 im Regler konfiguriert werden. Durch das etwas rudimentäre monochrome LCD Interface, kann das für Unerfahrene u.U. aber etwas schwierig erscheinen.

Neben dieser Lösung geht es aber noch preiswerter, und zwar durch entsprechende Android und iOS (Apple) Apps. Um direkt auf die MX10 Zuzugreifen empfiehlt sich auch hier u.a. die „Z21“ App von Roco. Diese App ist kostenlos und greift ebenfalls über das WLAN direkt auf die MX10 zu. Allerdings muss man auch hier jede Lok in der App neu und individuell anlegen. Aber um mal eben schnell eine Lok fahren zu lassen, z.B. als Gast-Fahrer, genügt das durchaus.
Einzig der Zugang zum lokalen WALN (evtl. Passwortgeschützt) und das Eintragen der IP-Adresse der MX10 muss in der App konfiguriert werden.

Generell ist aber eh besser, die Regler über iTrain einzubinden und genau das leistet die kostenlose iTrain-Remote App für Android und iOS. Das hat den Vorteil, dass in der App sofort alle bekannten Loks aufgerufen und gefahren werden können. Hier muss nichts zusätzlich konfiguriert werden! Daneben stehen zusätzliche Informationen via iTrain bereit und der (App) Regler interagiert perfekt mit der gesamten iTrain Steuerung. Einzig der Zugang zum lokalen WALN (evtl. Passwortgeschützt) und das Eintragen der IP-Adresse der iTrain Server IP-Adresse muss in der App konfiguriert werden.

Fazit:
Um die MX10 voll ausnutzen zu können empfehlen wir dringend zumindest einen MX32 Handregler, idealerweise in der alternativen Funk-Version MX32FU.
Als nächstes die kostenlosen Android oder iOS Apps, Z21, oder besser iTrain -Remote (sofern iTrain im Einsatz ist). Davon kann man ja im lokalen (WLAN) Netz beliebig viele haben, also quasi pro Lokführer eine App, auf dessen SmartPhone oder Tablet.
Wer es von der Haptik etwas realer braucht, der kann dann zusätzlich entsprechend ein oder mehrere Roco WLAN-Handregler einbinden. Und wer die beste Lösung anstrebt, kann noch weitere ZIMO MX32(FU) Handregler anschließen.

10. Die „Abkippsuche“ (27. Januar 2018)

Bei großen Anlagen mit vielen Gast-Lokomotiven kommt es ja schon mal vor, dass man gerade mal wieder die DCC-Adresse einer Lokomotive vergessen hat. Um das schnell und einfach zu lösen, hat ZIMO die sog. „Abkippsuche“ erfunden. Unter der Voraussetzung, dass eine Lok bereits im System bekannt war, kann man sie ganz einfach ganz kurz einseitig vom Gleis „abkippen“, so dass sie kurz Stromlos wird. Danach dann einfach am MX32 Handregler die Taste „A“, gefolgt von „TP“ antippen und die MX10 sucht jetzt nach gerade erneut angemeldeten Loks und zeigt deren Adresse auch sofort an. Ein weitere Druck auf die Taste „F“ und man hat die Lok auf dem Handregler und kann sofort wieder damit fahren. Das ganze basiert auf RailComm und erfordert auch die neuste Firmware (ab V37.16) im jeweiligen Lokdekoder.


9. Was steht als nächstes zum Test an ?

– Mehrfachtraktionen (noch mehr Tests)
– Test des ZIMO-Boosters (zweite MX10)
– Sniffer-Eingang (sobald via Software-Update ermöglicht)
– LocoNet (sobald via Software-Update ermöglicht)
– RailComm Funktionalitäten
– etc. …..

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